Eine Insel voller Gegensätze
Sri Lanka hat uns überrascht. Zwischen chaotischen Städten und stillen Tempeln, tropischer Hitze und kühlen Bergen, wilden Tieren und freundlichen Menschen – die Insel ist vielseitiger, als wir dachten. In dieser 3-Wochen Sri Lanka Reiseroute zeigen wir dir unsere Highlights: Mit dem Zug durchs Hochland fahren, Currys am Strassenrand essen und traumhafte Sonnenuntergänge am Meer erleben. Eine Reise, die uns oft herausgefordert hat – und genau deshalb in Erinnerung bleibt.



Tag 1
Negombo – nicht empfehlenswert!
Nach der Landung in Sri Lanka sind wir wie viele erstmal nach Negombo gefahren – es liegt nahe am Flughafen und gilt oft als unkomplizierter Startpunkt. Für uns war es allerdings ein Schock: Der Strand war voll Müll, direkt daneben standen ärmliche Hütten, und das ganze Viertel wirkte heruntergekommen. Vielleicht waren wir auch einfach nicht vorbereitet – es war meine erste Reise ausserhalb Europas, und der Kontrast war heftig. Im Nachhinein würden wir sagen: Negombo ist kein guter Ort für den Start der 3 Wochen Sri Lanka Reiseroute. Lieber gleich weiter ins Landesinnere oder an ruhigere Orte an der Küste.

Tag 2 & 3
Kandy
Nach der abenteuerlichen Zugfahrt durchs Hochland sind wir in Kandy angekommen – einer Stadt, die auf den ersten Blick laut, chaotisch und voll Verkehr wirkt, aber auch kulturell unglaublich spannend ist. Besonders bekannt ist der Zahntempel, in dem ein Zahn von Buddha aufbewahrt wird. Die Atmosphäre dort ist intensiv: Gläubige in weisser Kleidung, Trommeln, Räucherstäbchen, viel Gold und Blumen. Etwas ruhiger, aber genauso eindrücklich war der Botanische Garten von Peradeniya, etwas ausserhalb der Stadt. Riesige Bäume, Palmenalleen, ein Orchideenhaus, Affen und Flughunde, die lautlos zwischen den Baumwipfeln hängen. Nach dem Trubel in der Stadt war das ein perfekter Ort zum Durchatmen. Man kann dort stundenlang spazieren, einfach nur schauen, hören, riechen.






Tag 4 & 5
Nuwara Eliya
Mit dem Zug sind wir ins Hochland nach Nuwara Eliya gefahren. Dort war es überraschend regnerisch, aber angenehm kühl – eine echte Erfrischung nach der tropischen Hitze an der Küste. Die Landschaft ist geprägt von endlosen Teeplantagen und vielen Wasserfällen, die besonders nach dem Regen beeindruckend sind. Hier fühlt man sich fast wie in einer anderen Welt, fernab vom tropischen Trubel Sri Lankas



Tag 5 & 6
Ella
Ella ist wahrscheinlich einer der beliebtesten Orte in Sri Lanka – und das zurecht. Umgeben von grünen Hügeln, Teeplantagen und Wasserfällen hat der Ort eine entspannte Atmosphäre. Ein absolutes Highlight ist die Wanderung zum Little Adam’s Peak: Der Aufstieg ist kurz und einfach, aber die Aussicht über die Teeplantagen und Berge atemberaubend. Ebenfalls sehenswert ist die berühmte Nine Arch Bridge, wo mehrmals am Tag ein Zug langsam über das Viadukt fährt – ein Fotomotiv, das man aus Sri Lanka fast schon kennt.




Tag 7 & 8
Tissamaharama
Tissamaharama ist vor allem der Ausgangspunkt für Safaris im Yala-Nationalpark. Der kleine Ort selbst hat nicht viel zu bieten, aber die Safari ist ein echtes Abenteuer: Mit etwas Glück sieht man Elefanten, Krokodile, Pfauen und sogar Leoparden. Früh morgens aufzustehen lohnt sich – die Lichtstimmung ist magisch, und die Tiere sind dann am aktivsten.




Tag 9 & 10
Tangalle
Nach dem Trubel von Safari und Fahrten ist Tangalle der perfekte Ort zum Runterkommen. Der Strand ist weit, einsam und umgeben von Palmen – ideal, wenn man einfach mal nichts tun möchte. Baden ist hier allerdings nicht überall möglich, da die Strömung oft stark ist.


Tag 11 – 15
Mirissa
Mirissa ist einer der beliebtesten Badeorte Sri Lankas – und das nicht ohne Grund. Hier findet man die perfekte Mischung aus Entspannung und lebendiger Strandatmosphäre. Am langen Hauptstrand reihen sich zahlreiche Bars und Restaurants aneinander, in denen man tagsüber mit den Füssen im Sand essen und abends bei Livemusik Cocktails trinken kann. Ein Geheimtipp ist der Secret Beach: versteckt hinter einem kleinen Pfad liegt er in einer idyllischen Bucht, deutlich ruhiger und intimer als der Hauptstrand – perfekt, um den Sonnenuntergang in entspannter Atmosphäre zu geniessen. Ebenfalls ein Highlight ist der Coconut Tree Hill, ein kleiner Hügel voller Palmen mit traumhafter Aussicht aufs Meer. Mit etwas Glück entdeckt man im klaren Wasser sogar Meeresschildkröten.




Tag 16
Galle
Galle ist ein ganz anderes Sri Lanka: Statt Palmenstränden erwartet einen hier eine koloniale Altstadt mit portugiesischen und niederländischen Einflüssen. Innerhalb der Festungsmauern reiht sich ein hübsches Café ans nächste, Boutiquen verkaufen Kunsthandwerk, und die engen Gassen laden zum Schlendern ein. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der Stadtmauer – mit Blick aufs Meer, den Leuchtturm und die historischen Gebäude. Direkt an der Küste liegt ausserdem eine grosse Rasenfläche, die bei Sonnenuntergang zum Treffpunkt wird: Familien picknicken, Kinder lassen Drachen steigen, und die Stimmung ist entspannt und lebendig zugleich.




Tag 17 & 18
Unawatuna
Nur wenige Kilometer von Galle entfernt liegt Unawatuna – ein lebhafter Strandort, der besonders bei jungen Reisenden beliebt ist. Hier gibt es eine gute Mischung aus Bars, Restaurants und kleinen Hotels direkt am Strand. In Unawatuna findet man auch tolle Unterkünfte für jedes Budget – von einfachen Gästehäusern bis zu stylischen Boutique-Hotels. Wir übernachteten in den Romaya Villas und waren sehr zufrieden. Ein besonderes Erlebnis sind die Aufzuchtstationen für Meeresschildkröten in der Umgebung. Dort werden verletzte Tiere gepflegt und Jungtiere geschützt, bis sie stark genug sind, um ins Meer entlassen zu werden



Tag 19 & 20
Hikkaduwa
Hikkaduwa ist einer der bekanntesten Badeorte an der Südwestküste. Hikkaduwa ist ein perfekter Ort, um die letzten Tage am Meer zu geniessen und einfach abzuschalten. Der lange Sandstrand lädt zu ausgedehnten Spaziergängen, Sonnenbaden und entspannten Stunden im Wasser ein. Der Ort selbst hat eine entspannte Surfer-Atmosphäre, mit zahlreichen Beach Bars, Cafés und kleinen Shops entlang der Hauptstrasse.

Tag 21
Sigiriya
Wenn man noch einen Abstecher ins Landesinnere einbauen möchte, gehört Sigiriya definitiv zu den Highlights. Der berühmte „Löwenfelsen“ erhebt sich mitten aus dem Dschungel und ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Unser Tipp: Frühmorgens zum Pidurangala Rock wandern und den Sonnenaufgang von dort geniessen – der Blick auf den Löwenfelsen im ersten Licht des Tages ist magisch und die Stimmung viel ruhiger als später auf Sigiriya selbst. Am Nachmittag lohnt sich dann der Aufstieg auf den Löwenfelsen. Zwar ist er anstrengend und oft gut besucht, doch die Aussicht über die endlosen Wälder und Seen ist spektakulär.






Tag 22
Colombo
Viele Reisende überspringen Colombo, aber für einen kurzen Zwischenstopp lohnt sich die Hauptstadt durchaus. Die Stadt ist laut, chaotisch und voller Verkehr – aber gleichzeitig auch unglaublich lebendig. Gerade hier lässt sich das urbane Leben Sri Lankas hautnah erleben: bunt, hektisch, manchmal anstrengend, aber eben sehr authentisch. Besonders sehenswert ist das Fort-Viertel, dass sich Abends in einen stimmungsvollen Treffpunkt verwandelt: Süsse Lichterketten tauchen die Gassen in warmes Licht, und coole Wandgraffitis verleihen der Kulisse einen modernen, kreativen Touch. Rund um das restaurierte Old Dutch Hospital findet man zahlreiche Restaurants und Bars – perfekt für ein letztes Abendessen in Sri Lanka, um die 3 Wochen Sri Lanka Reiseroute gebührend abzuschliessen.

